Pinot Noir / Spätburgunder

Spätburgunder
Quelle: wikipedia/Wladyslaw

Pinot Noir, oder auch Spätburgunder, wie man die Rotweintraube in Deutschland schimpft, ist ein eher leichter Wein mit wenig Alkohol und wenig Tanninen, ist also nicht wirklich „trocken“, dafür hat er mehr Säure. Geliebt wird er für seinen langen, weichen Abgang.

Pinot Noir schmeckt oft nach roten Früchten, besonders Kirsche und Himbeere, manchmal mit einer Spur Vanille. Man kann ihn gut zu vielen Gerichten trinken, so zu Ente, Hähnchen oder Schweinegerichten.

Spätburgunder wächst gerne auf Kalkböden mit guter Wasserversorgung. Er ist nicht sehr leicht anzubauen, da anfällig gegen Schädlinge und gegen Spätfrost. Klimaschwankungen tun diesen Weintrauben auch nicht gut.

Man trinkt den Wein dann bei 13 bis 15 Grad und sollte ihn frühzeitig dekantieren. Mindestens 30 Minuten oder besser noch ein bis zwei Stunden, damit er ein wenig atmen kann. Meiner Meinung nach schmecken gute Spätburgunder sogar am zweiten Tag besser. Aber: Im Gegensatz zu trockenen Weinen ist es schwierig, auch nur halbwegs passable Spätburgunder im Supermarkt zu bekommen. Selbst bei Fachhändlern haben gute Spätburgunder ihren Preis. Hat man aber einen guten erwischt, kann man sie sehr gut lagern bzw sollte sie erst nach mehrjähriger Lagerzeit öffnen.

Das Hauptanbauland für Pinot Noir ist Frankreich, gefolgt von den USA und Deutschland. Weitere Anbaugebiete findet man in Moldau, Italien Neuseeland und Australien. Je nach Anbaugebiet können sich Spätburgunder erheblich voneinander unterscheiden. Kühlere Klimata – darunter Deutschland – liefern eher saure Weine, während wärmere Gegenden volle Fruchtnoten bieten. Es lohnt sich, Pinot Noirs aus unterschiedlichen Ländern zu probieren.

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